Formate
Behind the Scenes
Material vom Entstehen einer Sache: vom Dreh, aus der Werkstatt, aus dem Atelier. Es zeigt den Aufwand, den das fertige Ergebnis absichtlich unsichtbar macht, und ist der günstigste Content, den es gibt: aber nur, wenn er mitgeplant wird.
Fotostrecke
Eine Serie von Bildern, die zusammen eine Aussage tragen. Mit Auswahl, Reihenfolge und einheitlicher Bildsprache. Nicht zu verwechseln mit dem Ordner voller Einzelaufnahmen, den die meisten Unternehmen bereits haben.
Imagefilm
Ein Film, der ein Unternehmen als Ganzes darstellt: Haltung, Arbeitsweise und Menschen, nicht ein einzelnes Produkt. Er beantwortet die Frage „Mit wem habe ich es hier zu tun?", bevor sie jemand stellt.
Produktvideo
Ein Film über einen einzelnen Gegenstand: was er kann, wie er wirkt, wie er eingebaut oder getragen wird. Er ersetzt die Fragen, die sonst im Vertrieb einzeln beantwortet werden müssen.
Recruitingfilm
Ein Film, der auf eine konkrete Stelle einzahlt statt auf das Arbeitgeberbild insgesamt. Er hat einen Adressaten, einen Abspielort und ein Ziel, das man zählen kann: eine Bewerbung.
Showreel
Ein kurzer Zusammenschnitt der stärksten Arbeiten. Kein Film über ein Projekt, sondern ein Beleg für Können. Gemacht für Menschen, die höchstens sechzig Sekunden geben.
Social-Media-Content
Kein eigenes Format, sondern eine Produktionsweise: viele kurze Stücke aus wenigen Drehtagen, hochformatig gedacht und in einem Rhythmus veröffentlicht, der durchzuhalten sein muss.
Virtueller Rundgang
Ein Gebäude oder eine Anlage, die man am Bildschirm begehen kann. Je nach Machart als verknüpfte 360-Grad-Panoramen, als gefilmter Durchgang oder als berechnete Animation. Die drei werden ständig verwechselt.
Werbefilm
Ein Film mit Werbeabsicht, gemacht für einen bestimmten Werbeplatz und eine bestimmte Laufzeit. Anders als der Imagefilm hat er nicht die Aufgabe zu erklären, wer Sie sind, sondern eine einzige Reaktion auszulösen.
Produktionsablauf
Drehtag
Der Tag, an dem tatsächlich gedreht wird, inklusive Anfahrt, Aufbau, Umbauten und Abbau. Er ist kein Termin, den man nebenbei mitlaufen lässt, sondern ein Arbeitstag, an dem auf beiden Seiten Menschen gebunden sind.
Konzeption
Der Schritt zwischen Briefing und Dreh, in dem festgelegt wird, was ein Film erzählt, für wen und in welchen Bildern. Das Ergebnis ist ein schriftliches Papier, das freigegeben wird. Keine Idee, an die sich hinterher alle unterschiedlich erinnern.
Produktionsplanung
Die Übersetzung eines freigegebenen Konzepts in Termine, Wege und Zuständigkeiten. Sie entscheidet darüber, ob ein Drehtag reicht. Sie ist der Teil der Arbeit, den Auftraggeber am wenigsten sehen und am deutlichsten spüren.
Regie
Die Verantwortung dafür, dass aus einzelnen Einstellungen ein Film wird, der die verabredete Aussage trägt. In der Unternehmensproduktion besteht sie zum größten Teil aus der Arbeit mit Menschen, die nicht vor der Kamera arbeiten wollen.
Storyboard
Die gezeichnete oder skizzierte Abfolge der geplanten Einstellungen: der Film auf Papier, bevor er gedreht wird. Es macht Entscheidungen sichtbar, solange sie noch nichts kosten.
Technik und Postproduktion
Assets
Der Sammelbegriff für alles, was am Ende einer Produktion tatsächlich geliefert wird: Schnittfassungen, Formate, Seitenverhältnisse, Untertitel, Fotos. Wer diese Liste vorher festlegt, dreht anders als jemand, der sie hinterher zusammenstellt.
Color Grading
Die gestalterische Farbbearbeitung nach dem Schnitt. Sie legt fest, wie ein Film sich anfühlt. Sie ist der Arbeitsschritt, den man nur bemerkt, wenn er fehlt.
Motion Design
Animierte Grafik im Film: Bauchbinden, Logo-Animationen, Textelemente und erklärende Darstellungen. Motion Design zeigt, was die Kamera nicht zeigen kann. Es ist der Teil der Postproduktion mit dem meisten Vorlauf.
Postproduktion
Der Sammelbegriff für alles, was nach dem letzten Drehtag passiert: Sichtung, Schnitt, Ton, Farbe, Grafik und Ausspielung. Es ist die Phase, die im Angebot am kürzesten steht und im Kalender am längsten dauert.
Schnitt
Die Auswahl und Anordnung des gedrehten Materials: der Schritt, in dem aus Aufnahmen ein Film wird. Der Schnitt entscheidet über Reihenfolge, Länge und Tempo, und er kann nur zeigen, was auch gedreht wurde.
Untertitel
Eingeblendeter Text, der Gesprochenes lesbar macht. In sozialen Netzwerken entscheiden Untertitel darüber, ob ein Film überhaupt verstanden wird. Sie sind außerdem der einfachste Schritt zu einem barrierefreien Video.
Einsatz und Strategie
Employer Branding
Die Arbeit daran, als Arbeitgeber erkennbar zu werden. Im Bewegtbild heißt das nicht, sich besser darzustellen, als man ist, sondern deutlicher. Damit die Passenden sich melden und die Unpassenden es lassen.
Medienconsulting
Die Beratung vor der Produktion: Welches Format wird überhaupt gebraucht, für welchen Kanal und in welcher Reihenfolge? Sie beantwortet die Frage vor der Frage. Manchmal lautet die Antwort, dass gerade kein neuer Film nötig ist.
Fragen oder direkt eine Idee?
Lass uns einfach darüber sprechen.