Color Grading

Die gestalterische Farbbearbeitung nach dem Schnitt. Sie legt fest, wie ein Film sich anfühlt. Sie ist der Arbeitsschritt, den man nur bemerkt, wenn er fehlt.

Worauf es in der Praxis ankommt

Zwischen dem fertigen Schnitt und dem fertigen Film liegt ein Arbeitsschritt, den Auftraggeber selten im Angebot suchen und fast immer im Ergebnis sehen. Beim Color Grading bekommt der Film seine Farbigkeit: Kontrast, Farbstimmung, Lichtwirkung.

Wichtig ist die Unterscheidung zu einem vorgelagerten Schritt, der oft gleichgesetzt wird:

  • Farbkorrektur ist Handwerk. Sie gleicht aus, was unterschiedlich ist: zwei Kameras, ein Wolkendurchgang mitten im Interview, eine Halle mit Mischlicht aus Leuchtstoffröhren und Tageslicht. Ziel ist Einheitlichkeit.
  • Color Grading ist Gestaltung. Sie entscheidet, ob ein Film nüchtern und technisch wirkt oder warm und nahbar. Ziel ist Wirkung.

Die Korrektur ist Pflicht, das Grading ist die Handschrift.

Warum es schon beim Dreh anfängt

Ein belastbares Grading ist keine Frage des Filters am Ende, sondern der Aufnahme am Anfang. Wir drehen deshalb in flachen Bildprofilen mit hoher Farbtiefe. Dieses Material sieht im Rohzustand blass und enttäuschend aus, hat aber Reserven. Wer dagegen ein bereits fertig aussehendes Bild aufzeichnet, hat diese Reserven verschenkt: Was einmal aus dem Bild herausgerechnet ist, kommt nicht zurück.

Das erklärt auch eine Reaktion, die regelmäßig vorkommt: Wenn Sie Zwischenmaterial oder eine Schnittfassung ohne Grading zu sehen bekommen, wirkt sie oft flau. Das ist kein Fehler, sondern der Zustand vor dem letzten Schritt.

Was Sie davon haben

Farbe ist der unauffälligste Teil der Markenführung im Bewegtbild und einer der wirksamsten. Ein Unternehmen, dessen Filme über Jahre dieselbe Farbhandschrift tragen, wird wiedererkannt, bevor das Logo im Bild ist.

Verwandte Begriffe

Passende Leistung

Videoproduktion bei Mastlicht Media

← Alle Begriffe

Fragen oder direkt eine Idee?

Lass uns einfach darüber sprechen.

Name