Assets

Der Sammelbegriff für alles, was am Ende einer Produktion tatsächlich geliefert wird: Schnittfassungen, Formate, Seitenverhältnisse, Untertitel, Fotos. Wer diese Liste vorher festlegt, dreht anders als jemand, der sie hinterher zusammenstellt.

Worauf es in der Praxis ankommt

„Assets” steht in fast jedem Angebot und meint etwas sehr Konkretes: die Dateien, die Sie am Ende bekommen. Unklar wirkt der Begriff nur, weil er oft als Sammelposten geschrieben wird statt als Liste. Ausgeschrieben ist er sofort verständlich. Genau deshalb sollte er ausgeschrieben werden.

Eine Lieferliste sieht ungefähr so aus

  • die Hauptfassung im Querformat, für Website und Präsentation
  • eine oder mehrere Kurzfassungen, etwa sechzig und dreißig Sekunden
  • Hochformat 9:16 und 4:5 für die sozialen Kanäle
  • eine Fassung ohne Bauchbinden und Text für Messe-Loops und spätere Weiterverwendung
  • Untertiteldateien und, wo nötig, eine Fassung mit eingebranntem Text
  • die englische Fassung
  • Standbilder aus dem Bewegtbild oder eine eigene Fotostrecke

Warum die Liste vor den Drehtag gehört

Das Seitenverhältnis ist keine Einstellung beim Export, sondern eine Entscheidung am Set. Wer aus einer Querformataufnahme später ein Hochformat herausschneidet, verliert links und rechts Bild: Köpfe stehen plötzlich am Rand, zwei Personen passen nicht mehr nebeneinander, die Bauchbinde fällt aus dem Bild. Wissen wir vorher, dass es ein Hochformat geben wird, komponieren wir mit Reserve nach oben und unten oder drehen die Szene ein zweites Mal. Am Drehtag kostet das Minuten, danach kostet es einen neuen Drehtag.

Für Modelabels ist das der Regelfall: Eine Kampagne besteht selten aus einem Film, sondern aus einer Fassung für den Shop, mehreren kurzen Formaten und Stills. Alles aus einem Shooting statt aus dreien.

Drei Punkte, die gern offenbleiben

  • Rohmaterial: Bekommen Sie es, und wie lange wird es aufbewahrt?
  • Projektdateien: Werden Schnitt- und Grafikprojekte herausgegeben, wenn später ein anderer Dienstleister weiterarbeiten soll?
  • Nutzungsrechte: zeitlich und räumlich unbegrenzt oder nicht. Vor allem bei Musik und bei gefilmten Mitarbeitenden.

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